Jünger und weiblicher ist der neue SPD Vorstand von Stadtbergen

Ortsverein

In der Jahreshauptversammlung des SPD Ortsverein Stadtbergen wurde der Vorstand neu gewählt. Der neues Vorstand des SPD Ortsverein Stadtbergen ist nun weiblicher und jünger geworden. Mit der 42jährigen Gabriele Wiedemann steht zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau an der Spitze des Ortsvereins Stadtbergen. Als neue Vorstandsmitglieder wurden außerdem Anette Baer und Eva-Maria Fürstenberger gewählt.

In einem Grußwort ist die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende, Annette Luckner, auf die Entwicklungen der SPD auch auf Landkreisebene eingegangen.  Trotz fehlendem Vorsitzenden ist die Arbeit gut aufgeteilt. Aktuell stehen Umweltthemen wie zum Beispiel das Volksbegehren Artenschutz für den Wähler im Vordergrund. Gesamtgesellschfatlich zählen jedoch auch andere Themen. Annette Luckner ist überzeugt, dass mit den Grundwerten der SPD: Solidarität und Gerechtigkeit, künftig die Wahlen gewonnen werden können. Die nächste Hürde sind die Europawahlen. Mit der brennenden Kämpferin, Spitzenkandidatin Maria Noichl, kann ein gutes Ergebnis erreicht werden. Die neue Vorsitzende des Ortsvereins, Gabi Wiedermann bedauerte, dass der Vorschlag, einer parteienübergreifenden Veranstaltung zur Europawahl in Stadtbergen, bei den anderen Parteien aktuell auf taube Ohren stößt. Beim Thema Kommunalwahlen 2020 ist sich Annette Luckner mit Gabi Wiedemann einig. Solche Wahlen werden mit bekannten Persönlichkeiten gewonnen und mit Blick auf die neuen Gesichter im Ortsverein wird es hier beiden nicht bange.

Der Fraktionsvorsitzende Roland Mair kritisierte in seinem Grußwort ehemalige Funktionsträger der SPD, wie Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel für ihre Querschläge. Dieses Verhalten kommt bei der Bevölkerung nicht gut an. Er motivierte die Mitglieder des SPD Ortsvereins mehr Mut zu haben, Frauen in Funktionen zu wählen und jüngeren Mitgliedern mehr zuzutrauen. Beides wurde in den anschließenden Wahlen von den Mitgliedern so umgesetzt. In der Kommunalpolitik stellte er selbstbewußt die Erfolge der SPD dar. Die 36 Sozialwohnungen am Nestackerweg sind der Erfolg der SPD Fraktion, die bereits vor vier Jahren engagiert den Antrag dafür stellte. In der Stadtberger Wirtschaftspolitik forderte er massiv eine aktive Steuerung. Man kann nicht für ein riesiges Gewerbegebiet sein und dann mittelständische Unternehmen abziehen lassen. Angesichts der Universitätsklinik ist eine aktive und zielorientierte Ansiedelungspolitik in bestehenden Gewerbegebieten zu forcieren. Die Bebauung der Gewerbeflächen von Harnisch & Schmid im Virchowviertel mit hochpreisigen Wohnungen konterkariert das Nebeneinander von Wohn- und Gewerbegebieten.

Der bisherige Vorsitzende des Ortsvereins, Dieter Fromm berichtete von zahlreichen Aktionen im letzten Jahr. Nach dem schlechten Ergebnis der Bundestagswahl diskutierten die Mitglieder des Ortsvereins, sehr intensiv über die Neuauflage einer großen Koalition. Auch mit Diskussionsveranstaltungen zum Thema Verkehr und Polizeiaufgabengesetz ist die Partei an die Öffentlichkeit getreten. Im letzten Sommer wurde in der Kleingartenanlage in Stadtbergen, mit großem Erfolg ein Sommerfest veranstaltet und auch auf dem Stadtfest war die SPD mit einem Demokratiespiel vertreten.

Dieter Fromm verzichtet nach vier Jahren, aus gesundheitlichen Gründen, auf eine erneute Kandidatur und wird künftig als stellvertretender Vorsitzender die Arbeit unterstützen. Einstimmig wurde Gabi Wiedemann gewählt. In einer sehr engagierten Rede warb sie um das Vertrauen der Mitglieder. „Man soll sich in der SPD wieder wohlfühlen.“ Trotz unterschiedlicher Meinungen ist das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Nach ihrer Meinung gibt es in Stadtbergen mit dem täglichen Verkehrschaos, dem Fehlen von preisgünstigen Wohnraum und der fehlenden Perspektive einer aktiven Wirtschaftspolitik zahlreiche Baustellen. Zusammen mit der SPD Fraktion hat der Ortsverein in den letzten zwei Jahren in wichtigen Themengebieten Positionen gemeinsam erarbeitet und wird diese im Wahlkampf mit den Menschen diskutieren. Auch personell ist der Ortsverein für die Kommunalwahl gut gerüstet, man hat in den letzten Monaten einen inhaltlichen Workshop mit zahlreichen neuen Kandidaten durchgeführt. Sie freut sich auf das Amt der Vorsitzenden in der SPD.

Die Anzahl der Mitglieder im Vorstand wurde bewusst reduziert. Statt bisher drei, gibt es künftig nur noch einen Stellvertreter. Herbert Woerlein hatte bereits bei der letzten Wahl bekanntgegeben nicht mehr zu kandidieren, auch Yousri Bribech ist nach Augsburg verzogen und trat zur Wahl nicht mehr an. Als Schriftführer wurde Wolfgang Fetzer und als Kassierer Ulrich Fetzer in ihrem Amt bestätigt. Als Mitglieder wurde mit den meisten Stimmen Anette Baer (neu), Florian Wiedemann, Eva-Maria Fürstenberger (neu), Hans-Gerd Kraus, Werner Schlosser, Barbara Wolf, Christel Offenbartl und Alois Strohmayr gewählt.

 
 

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