100 Jahr SPD Leitershofen

Ortsverein

Vor einhundert Jahren hat man bei den Sozialisten in Augsburg entschieden, eine Sektion in Leitershofen zu gründen. Es waren unruhige Zeiten, die in den ersten Wintermonaten des Jahres 1919 zu beobachten waren. Bei den Bayerischen Landtagswahlen erlitt die  USPD mit 5,6 Prozent eine vernichtende Niederlage, am 21. Februar 1919 wurde Eisner auf dem Weg zur Eröffnung des neugewählten Landtags, wo er den Rücktritt seines Kabinetts anbieten wollte, von dem Rechtsradikalen Anton Graf von Arco auf Valley ermordet. Doch am 15. Februar 1919 war es soweit, die Sektion der Sozialdemokraten wurden aus der Taufe gehoben, 16 Sozialdemokraten gründeten die Organisation und bereits wenige Tage später kam der Augsburger Sozialdemokrat und Anwalt Hans Rollwagen nach Leitershofen, um dort eine Referat zu halten.

Diese historischen Berichte hat der Historiker und frühere Lehrer, Alfred Hausmann zusammengetragen. Bei ihm liegt auch das erste Berichtsheft der Leitershofer SPD von 1919 bis 1926.

Den Geburtstag feierten die Sozialdemokraten in einem vertrauten Kreis des Ortsvereins, dort wurden auch die Vorstandswahlen durchgeführt. Einstimmig wurden wieder der bisherige Vorsitzende Franz Schmid gewählt. Seine Stellvertreterin ist Prof. Dr. Anita Pfaff1, der Schatzmeister ist Alfred Hausmann, der Friedrich Pukelsheim2 und der Helmut Jung 3 prüfen die Kasse.

In dem Jahresbericht ging der Ortsvorsitzenden Franz Schmid auf schmerzhaften Niederlagen der Bundes- und Landtagswahl ein. Aber auch die aktuelle Kommunalpolitik stand in der Diskussion, der Fraktionsvorsitzende Roland Mair und das Stadtberger Vorstandsmitglied diskutierten mit den Sozialdemokraten verkehrspolitische Sachverhalte. Auch künftig werden die Sozialdemokraten an einem lebenswerten Stadtleben mitgestalten.

1 Anita Pfaff (* 29. November 1942 in Wien geb. Schenkel-Bose) ist eine deutsche Wirtschaftswissenschaftlerin, ehemalige Professorin an der Universität Augsburg und Politikerin (SPD).

2 Friedrich Pukelsheim (* 8. September 1948 in Solingen) ist ein deutscher Stochastik-Professor. Er entwickelte das neue Zürcher Zuteilungsverfahren (auch Doppeltproportionale Divisormethode mit Standardrundung genannt); ein Wahlverfahren, das auch unter der scherzhaften Bezeichnung doppelter Pukelsheim bekannt wurde.

3 Helmut Jung, Regionsvorsitzender des DGB Augsburg, 1970 hatte Jung eine Maurerlehre beim damaligen Augsburger Unternehmen Thosti begonnen, danach arbeitete er einige Jahre als Maurer. 1978 folgte der Ruf zur Gewerkschaft IG Bau, wo Jung zunächst in München startete. Über mehrere Stationen führte ihn der Weg später nach Landshut, wo er als Geschäftsführer der IG Bau agierte. 1990 folgte der Wechsel nach Augsburg. Dieser Aufgabe beim DGB ist der 62-Jährige treu geblieben.

 
 

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