Biotonne, Wertstoffhof, Biberberater, Ökokonto – was den Natur- und Umweltschutz im ländlichen Raum angeht, gibt es viele Ansatzpunkte, aber oftmals fehlt in der Bevölkerung ein Gespür für diese Themen, man lebt ja schließlich mitten im Grünen. Die Dinkelscherbener SPD nimmt dies zum Anlass, für Donnerstag, 7. Oktober, 19.30 Uhr, zu einer Diskussion ins Pfarrzentrum einzuladen. Was jeder einzelne, aber auch die Gemeinde, zum Natur- und Umweltschutz beitragen kann, soll hier zur Sprache kommen
Ortsverein
Um einen Einblick in einzelne Themenfelder zu bekommen, konnten vier Experten gewonnen werden: Inge Herz aus Fleinhausen, Mitglied im Landesarbeitskreis Abfall des Bundes Naturschutz, Hans Marz aus Holzara, Diplom-Ingenieur für Landespflege, Hermann Pausch aus Häder, Forstdirektor im Ruhestand, und Thomas Wurschy aus Dinkelscherben, ebenfalls Diplom-Ingenieur für Landespflege. Zum Natur- und Umweltschutz hat der Ortsverein vor einiger Zeit auch eine Umfrage im Reischenaublatt gemacht. Die Ergebnisse daraus werden für diesen Abend genutzt. „Wir wollen es aber nicht bei der einen Veranstaltung belassen, sondern Ziele formulieren, die wir weiter verfolgen werden. Sei es ein Ökokonto für die Gemeinde oder die Benennung eines Umweltbeauftragten“, erklärte Marktrat Rochus Stiegler auf der Monatsversammlung. Das werde man von den Inhalten und dem Verlauf der Veranstaltung abhängig machen.
Einige Anträge der SPD sind in den vergangenen Tagen im Rathaus eingegangen. Darüber informierten die Fraktionsmitglieder ebenfalls auf der Monatsversammlung. Einer betrifft die Anwohner der Schäfflerstraße. Reinhard Pentz weist hier seit geraumer Zeit darauf hin, dass die Leistungsfähigkeit der Grabenverrohrungen überprüft werden muss. Dies beantragt nun die SPD zusammen mit der Forderung nach einer Planung, um künftig eine Überflutung der Anwesen in der Schäfflerstraße zu vermeiden.
Außerdem wollen die Sozialdemokraten noch vor der Sommerpause das Thema Bauhof auf der Tagesordnung sehen. „Die ewige Standortdiskussion und das Hickhack um die Gebäudegröße müssen beendet werden. Wir brauchen jetzt eine Entscheidung, eine weitere Verzögerung ist den Mitarbeitern des Bauhofes nicht mehr zuzumuten“, appellierte Markträtin Annette Luckner an die Kollegen der anderen Fraktionen im Gemeinderat, das Thema zum Abschluss zu bringen. Gleichzeitig verbindet die SPD-Fraktion diesen Antrag mit der Forderung, baldmöglichst einen neuen Mitarbeiter für den Bauhof einzustellen. „Auch dies muss noch vor der Sommerpause passieren“, drängte Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pentz. Die Arbeitsbelastung sei derzeit für jeden Einzelnen viel zu hoch.