
In der „Augsburger Allgemeinen“ war vor einigen Tagen zu lesen, die Gemeinden Dinkelscherben und Zusmarshausen würden die vom Kultusministerium initiierte Haupt- und Mittelschulreform befürworten. Dies sieht die SPD in Dinkelscherben anders. Es ist vielmehr so, dass der Gemeinde wohl oder übel nichts anderes übrig bleibt, als einen Schulverbund zumindest mit Zusmarshausen einzugehen - zum Erhalt der Hauptschule in Dinkelscherben.
„Wir haben auf der jüngsten Schulverbandssitzung trotz des Beschlusses, einen Schulverbund mit unserem Doppelunterzentrumspartner zu gründen, deutlich gemacht, dass wir darin keine große Zukunft für die einzelnen Schulstandorte sehen“, erklärt SPD-Gemeinderätin und Schulverbandsmitglied Annette Luckner. Sie fürchtet, dass diese Verbünde der Anfang vom Ende sind und am Schluss eben doch nur wenige große Schulstandorte übrig bleiben werden. „Ob die Stärkung der Hauptschulen und besonders der Erhalt der kleinen Hauptschulen mit diesen Mittelschulverbünden möglich sind, erscheint mir fraglich“, so Bürgermeister Peter Baumeister. „Die Weichen seitens des Kultusministeriums sind aber gestellt und die Kommunen sind gezwungen, zu reagieren.“ Sonst drohe eine schnelle Schließung der kleinen Standorte, die sich weigern, befürchtet der Rathauschef. Gleichzeitig bleibt für Dinkelscherben immer noch die spannende Frage, was die Gemeinde Ustersbach macht. Der dortige Bürgermeister Dr. Max Stumböck hält sich bisher bedeckt und blieb auch der jüngsten Schulverbandssitzung fern. „Leider hat er auch keinen Vertreter geschickt, sodass wir im Moment nicht wissen, ob der Schulverband, den wir mit Ustersbach haben, in dieser Form erhalten bleiben wird“, bedauert Annette Luckner.